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Nun sag, wie hältst du’s mit der Luft(waffe)?

Der milliardenschwere Kauf neuer Kampfjets für die Schweizer Armee ist vom Tisch, vorerst. Oder für immer, wenn man der NZZ glaubt. Eine „autonome Sicherheitsproduktion in der dritten Dimension“ sei schon bald nicht mehr machbar, kommentiert das Intelligenzblatt. Will heissen: Die Schweiz müsste – horribile dictu! – mit andern Ländern kooperieren, um den Luftraum zu sichern.

Was der Kommentator nicht erwähnt (vermutlich weil er Polit- und nicht Wirtschaftsjournalist ist): Den Schweizer Unternehmen entgehen fette Gegengeschäfte, die von den Kampfjet-Lieferanten, beziehungsweise von den entsprechenden Herkunftsländern zugesichert waren. Das ist es, was schmerzt. Anderseits könnte die Schweiz die Kampfjet-Milliarden ja auch direkt zur Ankurbelung der heimischen Wirtschaft nutzen, zum Beispiel mit einer verstärkten Förderung nachhaltiger Energieformen. Besser Luft ohne Waffen als Waffen ohne Luft.

Junge Feigenblätter bedrohen die Armee

Da regen sich Politiker und Bürger auf, dass die Berater von Boston Consulting dem armen VBS-Chef Ueli Maurer für einen Einsatz von zwei Monaten sage und schreibe 1,3 Millionen Franken abknöpfen. Dabei ist dies der übliche Tarif, zu dem jeder grosse Schweizer Konzern jahrein jahraus Unternehmensberater wie McKinsey, Deloitte, PricewaterhouseCoopers oder eben Boston Consulting im Haus hat. Und oft als Feigenblatt benutzt, um die eigene Feigheit zu kaschieren. Aber oft geht vergessen, dass so ein Team aus jungen, unbelasteten, motivierten (weil karrieregeilen) HSG-Absolventen besteht, die vor nichts zurückschrecken. Sie kennen keine Berührungsängste, wenn es ums Sparen geht – denn dafür werden sie bezahlt.

Also lassen wir die Jungs doch mal werkeln. Wer weiss, vielleicht kommen sie zum Schluss, dass die beste Sparübung die Abschaffung der Armee wäre. Dann wären die 1,3 Millionen Franken weiss Gott ein Klacks! Und politisch müsste niemand die Verantwortung übernehmen – die Berater habens ja empfohlen.