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Endlich wieder einmal in Obamaland

Besser selber an Bord, als nur von unten zuschauen: Airbus A340 der Swiss kurz nach dem Start in Zürich.

Nein, Obama und Osama, die Namen zu verwechseln, sich zu verhaspeln – mir ist das nie passiert. Aber da sieht man wieder die Bedeutung eines einzigen Buchstabens. Irgendwie ist es passend, dass Obama Osama erwischt hat.

Jetzt gehts wieder einmal auf eine grosse Reise, in die USA. Nach einem Jahr Vorbereitung ist es endlich soweit. Die Amerikaner sollen, so hört man, nach dem Abgang Osamas wie neu geboren sein, befreit, selbstsicher, stolz, fröhlich – eben so, wie sie vor 9/11 waren. Ich bin gespannt. Ich hoffe, es ist so. Und ich hoffe, dass die übertriebenen Sicherheitsmassnahmen nun auch bald wieder abgebaut werden. Durchatmen.

Durchatmen werde ich auch, wenn der Swiss-Flug LX40 den Runway 16 hinter sich lässt und in der Luft ist – “airborne”. In den letzten Tagen sah ich den Airbus A340 mit den vier Triebwerken immer nur aus dem Bürofenster, von unten, wenn er nach dem Start zu seiner weiten Linkskurve ansetzte (siehe Foto). Morgen sitze ich nun endlich drin, Platz 27K, rechts am Fenster.

In 12 Stunden und nach einer Strecke von fast 10’000 Kilometern werden wir in Los Angeles landen, um 4.40 p.m. Ortszeit, dank 9 Stunden Zeitgewinn. Schnell ins Hotel, Badehose anziehen, und im Jacuzzi entspannen. Dann in ein feines Restaurant am Manhattan Beach. Wer denkt denn um Mitternacht schon daran, dass es in der Schweiz bereits wieder 9 Uhr früh ist?

PS: Ferienhalber habe ich das Zeitungswirrwarr-Bild über dem Blog temporär durch ein passenderes ersetzt. Fortsetzung folgt.

Aargauer schnuppern offiziell den Duft der grossen weiten Welt

Sie sind in den Augen der Zürcher die Deppen der Nation, die Aargauer. Unter anderem haben sie keine Ahnung vom Autofahren. Und wenn sie mal nach Mallorca oder Hurgada fliegen, sind sie die ersten, die bei der Landung klatschen, noch bevor die kritische Abbremsphase mit der Schubumkehr überstanden ist. Aber jetzt ändert das alles. Die Swiss will den Aargauern offiziell beibringen, wie es sich richtig fliegt. Ein Airbus A340 wird nämlich auf den Namen der aargauischen Hauptstadt getauft. Diese heisst übrigens Aarau. Und das Wappen von Aarau dominiert übrigens ein schwarzer Adler – DAS Symbol für Freiheit und fürs Fliegen.

Bei der Taufe nicht fehlen darf natürlich der Stadtpräsident. Auch die Medien sind eingeladen. In den lokalen Zeitungen wird der Event bestimmt gross abgefeiert. Immerhin ist der A340 das Flaggschiff der Swiss. Für die Zürcher Medien wird die Taufe zum Testfall: Wetten, dass keine Zeitung auch nur ein Wort bringt? Und auch das „Zürcher“ Schweizer Fernsehen dürfte die Sendeminuten bestimmt sinnvoller nutzen. Schade eigentlich, wenn der Aargau schon mal den Duft der grossen, weiten Welt einatmen kann – und sei es auch nur in Form von flüchtigem Kerosin.

Too many flowers in the (h)air

Ich sitze im Flower-Power-Look-Flieger der Swiss von Zürich nach San Francisco. Und zwar in der Business Class – yeah! Nicht, dass ich mir diesen Luxus geleistet hätte, nein. Die Holzklasse war ganz einfach überbucht. Zu viele hatten sich wieder mal eine Blume ins Haar gesteckt und wollten abheben. Es war Glück: Ich war am Flughafen wie immer der Letzte, und als ich am (schon menschenleeren) Gate E26 ankam, erhielt ich das Upgrade. Die neue Direktverbindung von Downtown Switzerland ins ehemalige Hippie-Mekka scheint eine Goldgrube zu sein. Oder täuscht der Eindruck?

Wenn ich mich im nagelneuen Airbus A340 umsehe, ist die Economy tatsächlich bis auf den letzten Platz besetzt. Aber in der Business zähle ich immer noch sechs freie Sitze, obschon bestimmt auch andere ein Upgrade bekommen haben. Für den kommerziellen Erfolg einer Airline ist indes der Verkauf der First und Business entscheidend. Also doch keine Goldgrube? Mir kanns recht sein. So günstig komme ich so bald nicht wieder zu einem (wirklich absolut flachen) Bett über den Wolken. Tja, die Letzten werden die Ersten sein.